| 2025 |
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| ...kein Hund aus Nippes |
| Hund auf Hundehütte, Meissen um 1737/40
von Johann Joachim Kaendler
Höhe 10,8 cm, Durchmesser 5,5 cm
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| Schon in der ersten Hälfte des 18. Jh. begannen die Königs-und Fürstenhäuser das in ihren Manufakturen
hergestellte Porzellan zur Zierde, zur Erbauung und zur Repräsentation auf ihre Tafeln zu stellen.
Zusammengefasst zu verschiedenen Themen entstand der sogenannte Tafelaufsatz. Zur Dessert-Tafel wurde von der Hofkonditorei oft auch
ein neuer Tafelaufsatz mit einem anderen Thema aufgestellt.
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| Es entstanden im Kontrast zur strengen Hofetikette ganze Dörfer, die das Rustikale oder die ländliche Idylle
darstellen und verklären sollten. In diesem Zusammenhang ist auch der Hund auf Hundehütte zu sehen. Vielleicht hat er
mal auf einer dieser Tafeln Platz nehmen dürfen.
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| Die Porzellanwerkstatt hat mehrere Kettenglieder der Halskette des Hundes ergänzt. Arbeitszeit ca. 8 Stunden.
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Quellennachweis:
Langeloh Porzellan und Melitta Kunze-Köllensperger: Das holländische Dorf aus Meissener Porzellan
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